Bevor man entscheidet in ein anderes Land zu fahren, plagen einen oftmals Gedanken wie Kann ich die Sprache überhaupt gut genug? Was ist wenn ich meinen Austauschpartner nicht mag oder verstehe? Werde ich meine Eltern nicht vermissen? Ich hoffe, dass meine Erlebnisse und Eindrücke anderen helfen, die Entscheidung für sich zu erleichtern.

Am 07.04. sind meine Eltern, Geschwister und ich morgens gemeinsam losgefahren, um im Elsass zusammen zu Mittag zu essen, bevor wir bei meiner Austauschschülerin eintrafen. Da ich Laura noch nie gesehen hatte, war ich sehr aufgeregt sie endlich treffen. Um Punkt 14:00 Uhr sind wir schließlich in Hessenheim, dem Dorf in welchem Laura wohnt, angekommen. Lauras Familie hat uns sehr herzlich empfangen und das Haus gezeigt. Ich war sehr neugierig zu wissen, was auf mich zukommen würde. Wenig später haben sich meine Eltern verabschiedet und ich bin allein bei meiner Gastfamilie geblieben. Anfangs fand ich es noch etwas ungewöhnlich so viel Französisch sprechen zu müssen, aber nach weniger Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Meine Französischkenntnisse waren völlig ausreichend, um mich gut mit der Familie zu verständigen. Zwar konnte ich noch nicht flüssig sprechen, aber es gelang mir so gut wie alles zu verstehen. Über das Wochenende konnten Laura und ich uns etwas kennenlernen und dann ging am Montag auch schon die Schule los.

Im Gegensatz zu mir muss meine Austauschschülerin um 07:00 Uhr aufstehen, da der Unterricht dort erst um 08:15 beginnt. Laura besucht die 4ème am Collège, was in Deutschland der achten Klasse entspricht. Anders als an unserer Schule geht eine Schulstunde 55 min. und nach vier Stunden und einer 15-minütigen Pause darf man in der Kantine essen. Es gibt dort allerdings einen geregelten Plan, welche Klasse wann essen darf, weshalb man teilweise auch sehr lange auf das Essen warten muss. Nachmittags hat man dann noch 2 - 3 Stunden Unterricht, je nach Stundenplan der Klasse. An Lauras Schule werden ab 12:00 Uhr noch freiwillige Arbeitsgemeinschaften angeboten. Mittwochs hört die Schule als Ausgleich für den langen Unterricht an den anderen Tagen schon um 12:20 Uhr auf und alle Schüler gehen nach Hause.

Am Montag der ersten Woche habe ich die Gelegenheit genutzt, um die Schule, Klasse und Lehrer besser kennenzulernen. Lauras Klassenkameraden haben mich sehr freundlich aufgenommen und in ihre Klassengemeinschaft integriert. Auf den darauf folgenden Tagen habe ich am Unterricht mit ihnen teilgenommen. Am Einfachsten war natürlich der Deutschunterricht, aber ich konnte auch in den anderen Fächern gut mithalten. Um den Unterrichtsstoff meiner Klasse nachzuholen, habe ich mir die Hausaufgaben von Freunden schicken lassen und an dem jeweils nächsten Tag nachgeholt.

Da Lauras Familie christlich ist, sind wir an den Sonntagen morgens in die Kirche gegangen, am zweiten Sonntag habe ich an Lauras Deuxième communion teilgenommen. Im Unterschied zu Deutschland wird die Erstkommunion in Frankreich üblicherweise im engen Familienkreis und erst mit 14 Jahren groß gefeiert. Außerdem habe ich viele Städte wie Colmar, Sélestat oder Riquewihr sowie  ein Schloss besichtigt, mit meiner Austauschschülerin eine Fahrradtour gemacht, französische Filme gesehen und war mit ihr und ihren Freundinnen unterwegs.

Obwohl ich mich vegetarisch ernähre und nicht immer ein passendes Angebot finde, hat mir das Essen im Elsass immer gut geschmeckt, bei Laura sowie in der Schulkantine oder im Restaurant.

Abgesehen von Sprache, Essen oder Schulsystem fand ich im Elsass nur wenige Unterschiede zu Deutschland. Aufgefallen sind mir jedoch die vielen Farben überall: Straßen, Gebäuden, Kleider, sogar die Einrichtung vieler Geschäfte und Häusern sind viel bunter als bei uns.

Insgesamt haben mir die zwei Wochen im Elsass sehr gut gefallen und die Zeit ist wie geflogen. Ich habe neue Freundschaften geschlossen, Einblicke in die dortige Kultur bekommen und mein Französisch deutlich verbessert. Da die Entfernung gering ist und Laura und ich uns sehr gut verstehen, werden wir uns auf jeden Fall noch öfters privat treffen.

Einen Austausch mit dem Elsass oder Frankreich empfehle ich allen, die Französisch lernen, man kann sich trotz mancher Fehler schnell verständigen und es ist eine tolle Gelegenheit die Sprache anders als im Unterricht zu üben.

Wir haben im Elsass das Château du Haute-Kœnigsbourg besichtigt. Es ist ein riesiges, sehr beeindruckendes Schloss.

 

 Es gab viele alte, sehr schöne Gebäude und Kirchen mitten in der Stadt.

 

 Im Elsass waren die Straßen sehr bunt. Hier sieht man Riquewihr, eine typisch elsässische Stadt.

 

Zu Lauras Deuxième communion sind wir in ein Restaurant gegangen- vor allem das Dessert schmeckte sehr lecker.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Die letzten Schulwochen des Goethe-Gymnasiums in Germersheim standen ganz im Zeichen des europäischen Gedankens. Am 16. Juni 2018 feierte das Gymnasium im Rahmen seines Schulfestes europäische Vielfalt und kulturelle Diversität und wurde zur grenzübergreifenden Erlebniswelt. Zahlreiche Projekte rund um das Thema Europa wurden von allen Klassen des Gymnasiums in zweitägiger Vorbereitung entwickelt und mit überzeugendem Ergebnis und spürbarer Begeisterung für Europa am Tag des Schulfestes präsentiert.

Vom 28. Mai bis zum 3. Juni 2018 nahmen wir, zehn Schülerinnen und Schüler  der elften und zehnten Klassenstufe, an einem Austausch mit dem  Marie-Curie-Gymnasium in Garda teil. Wir lebten alle bei unterschiedlichen Gastfamilien in Italien und lernten dort Teile der Sprache, Kultur und Alltagsleben kennen. Mit dem Zug kamen wir am Montagabend in Verona an und wurden von unseren Gastfamilien herzlich in Empfang genommen.

Vom 16. bis 22. Oktober 2017 konnte eine Gruppe von 22 Schülerinnen und Schülern der achten Klassen in Begleitung von Frau Buchlaub und Frau Ehrgott eine Woche an unserer Partnerschule, dem Collège en Bagatelle, in Tournus verbringen. Zum zweiten Mal nach 2015 konnten unsere Schüler im Rahmen des Frankreichaustausches erfahren, was deutsch-französische Freundschaft bedeutet und ihr Französisch im authentischen Kontext erproben. In ihren Gastfamilien wurden alle herzlich empfangen und in den Familienalltag integriert.

 

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