
Die Klassen 10c und 10d des Goethe-Gymnasiums Germersheim unternahmen eine bewegende Gedenkstättenfahrt zur Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt an der Weinstraße, um die Schicksale regionaler Inhaftierter zu ergründen. Im Fokus des Besuchs in der ehemaligen Turenne-Kaserne stand die intensive Arbeit mit historischen Originaldokumenten. Anstatt abstrakter Geschichtszahlen erhielten die Zehntklässler direkten Einblick in die Originalakten der Häftlinge, die dort im frühen Konzentrationslager von 1933 unter dem Vorwand der sogenannten „Schutzhaft“ gefangen gehalten wurden. Das eigenständige Sichten von Aufnahmebüchern, Steckbriefen und persönlichen Notizen machte die Schicksale von über 500 Männern und Frauen aus der Pfalz greifbar und führte den Jugendlichen die psychischen und physischen Grausamkeiten des frühen NS-Terrors direkt vor Augen. Durch diese berührende Quellenarbeit und den persönlichen Zugang zu den Lebenswegen der Opfer setzte die Exkursion ein starkes Zeichen für die demokratische Bildung und eine lebendige Erinnerungskultur am Goethe-Gymnasium Germersheim.
10c und 10d
