Wieder viel gelernt – das war das Fazit des Erdkunde-Leistungskurs, Jahrgangsstufe 12, der am 15. April 2026 mit seiner Lehrerin Frau Höfling-Koppenhöfer in Speyer unterwegs war. Auf dem Rundgang vom Bahnhof Speyer-Nordwest bis in die Altstadt stand die historisch-genetische Stadtentwicklung im Vordergrund.

Nach einem Blick auf Cura Center und Bauhaus, die nach Konversion des ehemaligen französischen Militärgelände im Nordwesten errichtet wurden, ging es durch ein Baugebiet der 1970er, in der die hierarchische Verkehrsinfrastruktur sehr deutlich wurde, zur ehemaligen Werkssiedlung der Spinnerei.

Im Hintergrund das inwertgesetzte Gebäude der ehemaligen Baumwollspinnerei, das um 1900 entstand. Heute befindet sich darin das Museumslager und die Schultz Speyer Bibliothekstechnik AG. Links daneben die Hochhäuser „Max und Moritz“, ein markantes Wohnensemble aus den 1970ern mit rund 110 Wohnungen.
Der Rundgang führte weiter vorbei an ehemaligen Villen aus der Gründerzeit wie der Villa Ecarius (heute VHS und Stadtbücherei) und der Villa Körbling (heute Verwaltungsgebäude der VR-Bank), dem alten und neuen Bahnhof, Teilen der mittelalterlichen Stadtmauer, um dann beim Altpörtel, dem noch erhaltenen mittelalterlichen Stadttor, die Hauptstraße zu erreichen.

Hervorragende Aussicht aus 60 m Höhe mit tollem Rundblick über den Rhein und die Stadt vom nördlichen Westturm des Speyerer Doms
Nach der Mittagspause folgte die Besteigung einer der Westtürme des Doms, um sich von oben noch mal einen guten Überblick zu verschaffen. Anschließend war der Kurs bei Björn Freitag, der als Forstwirt bei der Stadtverwaltung für die strategische Stadtentwicklung und Zukunftsfragen und damit für klimaangepasste Veränderungen innerhalb des Stadtbezirks zuständig ist. In einem einstündigen Vortrag wurde uns der „Digitale Zwilling“ der Stadt Speyer, ein virtuelles datenbasiertes Abbild der realen Stadt, vorgestellt. Dieses bildet die Grundlage der Planung für Klimaanpassung. So kann man zunächst im Modell berechnen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um in einem Stadtviertel die Temperatur um ein paar Grad zu senken. Wir durften mit einer Virtual-Reality-Brille die Stadtvisualisierung mittels modernster UNREAL-Technologie ausprobieren, was sehr beeindruckend war.
Antje Höfling-Koppenhöfer
