Perfekt vorbereitet! – Politikwissenschaftler Geyer diskutiert mit Leistungskursen Sozialkunde über Zustand und Zukunft der EU

„Welcher Fraktion wird Viktor Orbáns Partei angehören?“, will Michael Schnell wissen. Der Zwölftklässler sitzt gespannt in Raum 184 des Johann-Wolfgang-Goethe-Gymnasiums Germersheim und wartet auf die Antwort des Politikwissenschaftlers Robby Geyer.
Der Referent der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg bedankt sich für die Frage, deren Antwort womöglich große Auswirkungen auf die zukünftige Ausrichtung der Europäischen Union haben könnte, und stellt die Möglichkeiten dar, die nach dem Europawahltag am 26. Mai 2019 für die nationalkonservative Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten denkbar erscheinen: Verbleib in der konservativen EVP-Fraktion, Wechsel in eine Fraktion, die als rechtspopulistisch bis rechtsradikal gilt, oder Neuformierung des gesamten rechten Parteienspektrums unter Einschluss der Partei des EU-skeptischen Regierungschefs Ungarns.

Aber nicht nur Michael Schnell bekam am 9. Mai 2019 eine vielschichtige Antwort auf seine Frage, sondern weitere 25 Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Sozialkunde aus den Jahrgangsstufen 11 und 12, die aus wissenschaftlicher Sicht perfekt auf die Europawahl 2019 vorbereitet wurden, bei welcher viele der Anwesenden zum ersten Mal von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen dürfen. In einer vierstündigen Veranstaltung informierte Robby Geyer am bereits zum fünften Mal am Goethe-Gymnasium veranstalteten Europatag über den Zustand und die Zukunft der Europäischen Union.

Der Politologe referierte hierbei über die Bedeutung des europäischen Einigungsprozesses. Des Weiteren beleuchtete er die Grundlagen sowie aktuelle Herausforderungen und Themenfelder der EU. Die Schülerinnen und Schüler animierte er zum Vergleich der Europawahl-Wahlprogramme von CDU/CSU, SPD, AfD, FDP, Linken und Grünen. Zum Schluss standen ein Ausblick auf den prognostizierten Ausgang der Europawahlen 2019 sowie der Vergleich von Zukunftsvisionen auf dem Programm.

Ein- und Zuordnungsaufgaben hinsichtlich der Haltung der verschiedenen Parteien ermunterten die Elft- und Zwölftklässler zur Diskussion. Abwechslungsreich wirkte ein Mix von Vorträgen, Fragerunden sowie Gruppen- und Partnerarbeitsphasen. Zum Nachdenken gebracht wurden die Schülerinnen und Schüler durch zahlreiche Graphiken, kurze Zitate und Karikaturen.

In ihren Abschlussworten bedankte sich Sozialkundelehrerin Ann-Christine Gahn bei Robby Geyer im Namen der Schulgemeinschaft für die äußerst informative und sehr gelungene Veranstaltung.

 

Dirk Wippert

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